Rom – keine Stadt ist wohl so vom Christentum geprägt worden und keine Stadt hat wiederum das Christentum so geprägt wie Rom.
Wenn wir über das Forum Romanum und Kapitol gehen, sind wir im Herzen der ehemaligen Weltmacht, deren Kerker zwar Petrus und Paulus gefangen halten, nicht aber das Evangelium von Jesus Christus, dem Herrn aller Herren, aufhalten konnten.
Am Titusbogen sehen wir eine der wenigen authentischen Darstellungen des Tempelgeräts von Jerusalem und im Kolosseum und in den Katakomben erinnern wir uns daran, wie das „Blut der Märtyrer zum Samen der Kirche“ wurde (Tertullian).
Wir werden hineingenommen in die Höhen und Tiefen des Christentums im Laufe von fast 2000 Jahren. Wir stoßen auf die Spuren der verfolgten Kirche, der in geistlichen Fragen um Klärung ringenden Kirche, der mit der Versuchung der weltlichen Macht und Pracht kämpfen- den Kirche und wie Gott immer wieder Menschen erweckte, um sein Werk zu hinterfragen und neu auf das Zentrum zu konzentrieren. So sind wir in einem Hotel der Waldenserkirche untergebracht, einer Bibelbewegung, die ca. 200 Jahre vor der Reformation Luthers die römische Kirche hinterfragte, und stoßen auch auf die Spuren Luthers in Rom.
Noch sehr viel mehr werden wir in diesen prall gefüllten Tagen in Rom sehen. An den gemeinsamen Abenden werden wir uns dann die Zeit nehmen, um das Gesehene nicht nur welt- und kirchengeschichtlich einzuordnen, sondern uns von diesem in unserem persönlichen Glaubensleben hinterfragen zu lassen. Dabei werden wir merken, wie das Wort Gottes auch noch nach Jahrtausenden die Antwort Gottes auf die Fragen der Welt und der Menschen ist. Und natürlich wird es genug Gelegenheiten geben, um das „Dolce Vita“ in einer der faszinierendsten Städte der Welt genießen zu können.